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Tauschen wir?

  

Max, was hast du drauf? Wollen wir tauschen? – Meist hat es geklappt, mit Max das Schulbrot zu tauschen, denn Ihre Mutter gab regelmäßig Wurst und Käse mit – das macht kräftig, mein Junge – die Sie liebend gern gegen die leckeren, süßen Marmelade-Brote hergaben. Oft bekam noch Ingo davon ab, dessen Mutter zu bequem war, morgens aufzustehen. Wenn das Kindermädchen nicht rechtzeitig aus den Federn kam, ging er eben hungrig durch den Vormittag.

 

„Schulbrot“, das ist etwas Vertrautes, Verlässliches und heutzutage genauso wichtig wie damals. Leider bekommt nicht jedes Kind Essen von zu Hause mit. So manchem Schüler werden morgens ein paar Euro zugesteckt – kauf dir was in der Cafeteria. Und dann kommt es sehr darauf an, wie dieselbe sortiert ist. Und wenn er wählen kann, nimmt ein Schüler dann auch das „Gesunde“? Kennen Sie viele Kinder, die Vollkorn Süßem vorziehen? – Ich will hier nicht den Gesundheitsapostel raushängen lassen. Dennoch möchte ich Sie gern dafür sensibilisieren, das Pausenbrot Ihres Kindes in Ruhe und mit Bedacht zusammenzustellen. Lassen Sie es lecker aussehen, mischen Sie Gesundes mit anderem. Obst und Gemüse gehören immer dazu. Wenn dann ab und zu noch ein Bonbon oder ein Stück Schokolade obenauf liegt, wird Ihr Kind sich garantiert auf sein Pausenbrot freuen. – Ich höre Ihre Einwände! – Keine Zeit, früh in den Dienst, auch noch anderes zu tun, ... – Die gelten nicht. Man kann schon am Vorabend alles richten, denn in einer Plastikdose bleibt es frisch.

 

Die Ernährung unserer Kinder sollte uns einige Umstände Wert sein. Es geht ja nicht nur ums Pausenbrot. Viele Kinder kommen morgens ohne gefrühstückt zu haben in den Unterricht. Der Körper braucht Nahrung als Energiequelle, wie Ihr Auto Benzin. Wer nichts gegessen hat, kann auch nicht optimal denken. Manche Schüler dämmern die ersten beiden  Stunden müde vor sich hin, bis sie in der Pause dann endlich etwas essen. – Auf Nachfrage kommt meist die schnelle Antwort – hab morgens keinen Hunger. Oft müssten diese Kinder allein frühstücken, weil die Eltern entweder nicht so früh aufstehen oder schon zur Arbeit sind. Wenn Sie es nicht anders einrichten können, decken Sie Ihrem Kind den Tisch, so dass es Lust hat, sich hinzusetzen und zu essen. Von klein an sollten Sie jede Gelegenheit zu gemeinsamen Mahlzeiten nutzen. Das gehört nicht nur zum Familienleben, Sie erfahren bei dieser Gelegenheit auch Dinge, die ohne dieses Zusammensitzen an ihnen vorbeigegangen wären. – Ja, wussten Sie denn nicht, dass Max...? – Äh – nein... – Gar nicht gut!